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Sunday, February 01, 2009

REAKTOR 5 Workshop mit DER TANTE RENATE

NEUE Reaktor 5 Crashkurse mit DER TANTE RENATE bei der FAT OF EXCELLENCE pro audio class in Köln *** 6. & 7.2.2009 ***

In seiner ersten Version hiess REAKTOR, das Flagschiff der berliner Softwareschmiede Native Instruments, noch GENERATOR 1.0 und wurde optional mit einer ISA-Soundkarte, die für damalige Verhältnisse sehr niedrige Latenzen bot, ausgeliefert.

NI Reaktor 5 - Modularer Software SynthesizerREAKTOR 5 Modularer Software Synthesizer

In der Welt von Musikproduktion und Studio bedingte diese eierlegende Wollmilchsau schnell einen Paradigmenwechsel. Erstmalig war es möglich komplexe Klangerzeuger wie Synthesizer, Sampler oder Effektgeräte virtuell am Bildschirm zusammenzustecken und wie echte Hardware zu benutzen. Mittlerweile sind die virtuellen Klangerzeuger von NI ein etablierter Standard in sämtlichen relevanten Studios und aus Generator ist heute REAKTOR 5 geworden. Ein komplexer modularer Synthesizer. Komplexe Software braucht komplexe Piloten. Es ist gerade für Einsteiger nicht immer einfach in REAKTOR eine funktionierende Maschine zusammen zu basteln. Aus diesem Grunde haben wir niemanden geringeres als Norman Kolodziej alias Der Tante Renate dazu verpflichtet, seines ehemalige Studienabschlussarbeit über REAKTOR in einen knackigen Workshop zu verwandeln. Gesagt, getan.

DERTANTE RENATE

Der Teilnehmer bekommt eine Einführung in Native Instruments Software Flagschiff REAKTOR und lernt die Funktionsweise häufig eingesetzter Module kennen und diese zu benutzen. Auf dieser Grundlage werden sodann verschiedene gängige Syntheseformen (subtraktiv / additiv / granular / physical modeling / fm / wavetable) erläutert bzw. in Eigenarbeit am Rechner gebaut und ausprobiert. Das gleiche gilt für die Effektsektion. Wir sehen uns an, wie die geläufigsten Effekte (Filterbasierte, delaybasierte, Dynamics u.a.) konstruiert sind und bauen mit diesem Wissen eigene Effekte am Rechner, die wir dann ausprobieren und evtl. optimieren. Eigenes Notebook mit Audio-Interface ist eine gute Voraussetzung, aber nicht zwingend notwendig.

Unser Dozent Norman Kolodziej alias DER TANTE RENATE beschreibt den Kurs mit seinen eigenen Worten folgendermaßen:

der tante renate"Dabei kommt es mir vor allem darauf an, dass die Teilnehmer sich nicht nur ansehen, wie ich diese Dinger baue, sondern selbst ihre eigenen Synthesizer und Effekte zusammenschrauben, um Fehlerquellen zu finden, selbst Fehler zu machen und die Schwierigkeiten bei der Konstruktion einschätzen zu können. Und natürlich soll das ganze auch eine Menge Spaß machen und den Teilnehmern für ihre musikalische Arbeit neue klangliche Möglichkeiten und Flexibilität schaffen."

Norman alias DER TANTE RENATE ist aktiven Konzertgängern kein Unbekannter. Zur Zeit tourt er mit seiner mitreissenden Elektro / 8-Bit-Irrsinnstour durch Europa oder verausgabt sich gemeinsam mit Clickclickdecker bei ihrem erfolgreichem Seitenprojekt BRATZE das ebenfalls auf dem umtriebigen Hamburger Label AUDIOLITH erscheint. Hier gibt es weitere Infos zu DER TANTE RENATE: Tourdaten, ein extrem unterhatsamen Blog den man gelesen haben sollte, MP3s und vieles mehr...

Saturday, January 10, 2009

Plug-In Secrets with BOB HUMID. Tricks- and Treats for the legendary UAD-1 / UAD-2 Plug-In-Series [Workshop!]

The following article is in german since courses at FAT OF EXCELLENCE - private audio class - are generally held in german. Nevertheless individual english courses about MASTERING-basics or UAD-1 / UAD-2 Plug-In Production-Techniques can be booked directly with Bob Humid for a customized rate and can be arranged in form of a private class. In this case simply register at FAT OF EXCELLENCE and contact Bob directly. The same applies to our Circuit-Bending, Label-Management, and Reaktor 5 Courses. Thank You!

Paradigmenwechsel

Als Universal Audio vor einigen Jahren die UAD-1 DSP-Karte auf den Markt brachte, überschlugen sich die Testredakteure vor Freude angesichts gestiegener Plug-In-Counts und der Möglichkeit legendäres Outboard wie Pultec EQs, LN1176- oder LA-2-Kompressoren auf gewöhnlichen PCs und MACs laufen zu lassen. Dagegen blieben viele Besitzer der Originalhardware eher skeptisch: "Digitale Nachbildungen der Hardware werden niemals so gut klingen wie die Originale!" raunten die Unken überall. So kann man sich täuschen, technologische Revolutionen ziehen nämlich gerne einfach am Menschen vorbei.

Universal Audio Company Logo

Mit extrem realistischen Nachbildungen wie dem EMT-140 Plattenhall, dem Roland Space Echo oder dem NEVE1081 EQ Kanalzug räumte Universal Audio massenweise Industriepreise ab und etablierte sich in nur wenigen Jahren als Big Player DSP-gestützter Tontechnik. Das Vertrauen in die virtuellen Replikatonen ist mittlerweile so hoch dass strenggenommen kein modernes Tonstudio ohne mindestens ein oder zwei UAD-Karten auskommen möchte. Und wer sich im Tonstudiobetrieb auskennt, weiß auch wie es dort mittlerweile oft vonstatten geht: Studios die massiv in Outboard investiert haben, haben leichtes Spiel dem Kunden nahezubringen dass eine gute Produktion diese Hardware unbedingt benötigt. Es ist sehr eindrucksvoll in einen Raum voller Vintage Outboard zu gehen und mit diesen Geräten zu arbeiten. Doch wenn der Kunde nicht mehr da ist und die Studiouhr läuft, greifen viele Top-Producer gerne mal schnell zu den hochwertigen Plug-Ins. Auf der Habenseite steht Total-Recall und die Möglichkeit mehrere "wohltuenede" Instanzen eines berühmten Geräts in einem Mix zu verwenden. 6-stellige Hardwareinvestitionen in teures Outboard sind in Krisenzeiten wie diese mittlerweile zu einem Luxus mutiert. Die Zeiten haben sich geändert.

Hardware oder Software? Im objektiven Blindtest oder im Ensemble eines Downmixes nicht mehr unterscheidbar. Knackige Kompressionsartefakte, Sahnige EQs, hochauflösende Masteringtools und legendäre Mittenanreicherung durch Simulation von NEVE-Verstärkertechnologie. Die Universal Audio-Plug Ins machen ihren echten Vorgängern alle Ehre...


Doch wie arbeite ich damit?

Eine UAD-1 oder UAD-2 DSP-Karte ist schnell eingebaut und installiert, doch wie hole ich aus einem FAIRCHILD-Compressor, einem NEVE33609 Buscompressor oder einem Pultec EQ jene klangliche Substanz heraus die einige Studiobetreiber dazu gebracht hat einzelne Gerätegattungen zu Heiligen Werkzeugen zu erklären (Es gibt Studiobesitzer die ihren Fairchild zärtlich JESUS nennen)?

Bob Humid zeigt in diesem Workshop die gewinnbringensten Studiotricks- und Kniffe der wichtigsten Universal Audio Plug-Ins wie dem Fairchild Compressor, LA-2A, LN1176, Precision Equalizer, Cambridge & Co. Nicht jeder Producer besitzt das Gehör um schnell zu entscheiden welches Klangartefakt oder welche Soundästhetik zu welcher Instrumentengattung gehört. Was macht ein Fairchild mit Vocalspuren? Warum klingt ein Basskick so punchy wenn er durch einen NEVE33609 läuft? Was ist der sogenannte "Glue"-Flavor in einem Mix? Bob Humid zeigt Anwendungsbeispiele und sinnvolle Arbeitstechniken mit virtuellem Outboard.

Das Interessanteste steht nämlich nicht im Handbuch...

bob humid

Über BOB HUMID [weitere Infos unter bobhumid.de]:

Sich kaum verändernde Schunkelstrukturen sind Bob Humid´s Sache ganz und gar nicht und gerade deswegen ist er gemeinsam mit einer gut selektierten Handvoll Streitgenossen seit einigen Jahren zum "guten Gewissen der kölner Elektronikszene" (Benway from Kitbuilders), weit jenseits platt gelaufener Minimal Techno Pfade, geworden. Ob als Label- und Partybetreiber (Mos Eisley, Twist'n'Shout, Bored Beyond Belief Records, Serve & Destroy Records), als langjähriger Technikautor des Groove-Magazins, als kultiger Glossenschreiber für die deutsche Keyboards und Sound&Recording, als detailversessener Remixer- und Produzent, als Sound-Designer für Native Instruments, als Breakbeat- Grime- und Dubstep-DJ an der Seite von Telekolleck (beide zusammen bilden die Britis©he Botschaft) oder als Masteringexperte unter eigener Studioflagge FAT OF EXCELLENCE (Masterings u.a. für Dan Curtin, Television Rocks, Patrick Alavi. The Oliver Twist Kooperation, Alice Rose, Mathias Schaffhäuser, Plemo, Der Tante Renate, Plasteline, Ziggy Kinder u.v.a.) stets wird man die Handschrift des in Köln ansässigen Uruguayers erkennen.

Seit Bob Humid im Jahre 2001 mit seinem aufwendig editierten Doppelrelease "Twisted Repairs" / "Twisted Despairs" dem Drum´n´Bass einen der möglichen Auswege aus der stilistischen Sackgasse und aufzeigte, überschlugen sich die Rezensionen von Spex, Intro, Debug bis Westzeit wohlwollend ob der filigranen Mühe von Bobs Beat- und Soundeskapaden, die damals eine Gratwanderung zwischen den Koordinaten Certificate 18, Photek, TeeBee und Rephlex bedeuteten.
Bob Humid legte dann mit seinem letzten Album "Second Wind Phenomenon", das auf dem umtriebigen Dresdner Label Suburban Trash erschien, die Messlatte für aufwendig produzierte elektronische Musik, unter Begleitung illustrer Gäste wie Holger Czukay, Coloma, Igor Sirodhza, twila.too und Carla Subito, ein gutes Stück höher. Es ist ein als Hintergrundmusik völlig untaugliches, voller Widersprüche und von fordernder, obsessiver Kraftanstrengungen strotzendes, mehrschichtiges elektronisches Album geworden, das am meisten Sinn macht, wenn man es von Anfang bis Ende auf einer gut aufgestellten HiFi-Anlage, im Halbdunkel, durchhört und dabei nichts anderes tut als Zuhören. Für die Tour hat Bob das Vorzeichen invertiert: Die Sounds der Albumtracks werden mit Zuhilfenahme seines berüchtigten Livekoffers in Echtzeit geremixt und in britische 140 BPM schnelle Dubstep- und Breaksgewänder gesteckt bis der Tanzboden leise glüht. Das Versprechen einer verheißungsvolle Zukunft und die gesungene Sehnsucht von Maschinen.

Tuesday, September 16, 2008

Circuit-Bending and Beyond

New Workshop / New dates! SEPTEMBER 27th and OCTOBER 11 2008

Die Kunst der kreativen Schaltungsmodifikation bei elektronischen
Klangerzeugern. Hochindividualisierbare neue Schaltungskonzepte. Circuit-Bending als Wahnsinn mit Konzept. Neuer Kurs bei der FAT OF EXCELLENCE private audio class...

bent stuff

Joker Nies [is a happy tweaker].

JOKER NIES IS A HAPPY TWEAKER

In den letzten Jahren breitet sich, besonders in den USA, eine Bewegung aus, die einen völlig anderen Zugang zu elektronischen Klangerzeugern sucht. Anstatt sich mit den aktuellen uniformen Massen-Produkten zufrieden zu geben, versucht man z.T. recht simple, oft „historische“ Geräte (1980er Jahre), in individuelle elektronische Instrumente zu verwandeln. Dabei ist die Idee nicht wirklich neu. Der Multi-Media Künstler und Musiker Reed Ghazala, der als Kultvater der Bewegung gilt und auch den Begriff „Circuit-Bending“ prägte, begann bereit in den späten 60er Jahren mit der Modifikation einfacher Transistor-Schaltungen.

Entgegen der tradierten Methode im Umgang mit Elektronika, bei der das Schaltungskonzept als bindend angesehen wird und es daher nur um die Behebung von Fehlern geht, wird beim Circuit-Bending aktiv in das Schaltungsdesign eingegriffen, um klanglich interessante „Fehlfunktionen“ abrufbar zu machen. Da zumeist keine Service-Unterlagen vorhanden sind, anhand derer die genaue Funktion einer Schaltung deutlich wird, arbeitet man hier, unter Berücksichtigung einiger Sicherheitsregeln für Mensch und Machine, oft mit Trial-and-Error Methoden. Mit minimalstem technischen Grundwissen und unter Beachtung der bindenden Sicherheits-Maßnahmen kann so auch jeder Laie ein klanglich sehr beschränktes Gerät in ein einzigartiges elektronisches Instrument mit verblüffenden neuen Qualitäten verwandeln, wobei die Original-Funktionen nach wie vor erhalten bleiben.

Jenseits dieser Methoden, bereits vorhandene Geräte zu modifizieren, geht ein kleiner Kreis von kreativen Elektronikern bereits einen Schritt weiter. Es entstehen neu entwickelte Ansätze und Schaltungskonzepte, die stark von den selbstreferenziellen Serienprodukten der industriellen Hersteller abweichen und dabei bereits vom Konzept her vielfältige individuelle konfigurations-Möglichkeiten bieten, oder geradezu herausfordern.

JOKER NIESIn seinem Workshop wird der Musiker und Toningenieur Joker Nies, Redakteur angesehener Fachzeitschriften wie Keyboards / Sound & Recording und selbst seit Jahren in der Szene aktiv, Historie, Circuit-Bending Grundlagen, Techniken und Geräte in Wort und Bild und Tat vorstellen und verschiedene seiner modifizierten Instrumente zu Gehör bringen.

INFO [ENGLISCH] ZU DER PERSON JOKER NIES: Born 1958 in Dortmund, Germany, lives and works in Cologne, Germany, as a musician, sound-designer, sound-engineer, and technical editor for the German Keyboards magazine. Since the early 80´s, Nies experiments with all kinds of electronic sound-sources, like modular-analog synthesizers, individually designed electronic devices, DSP-based systems (like Kyma/Capybara) and software based sound-sources. During the early 90´s, modifying the Omnichord became his initiation to what is known as circuit-bending. Since that time a steadily growing number of devices has been converted from simple toys into alien sound devices.
Recent activities include software synth-design in MAX/MSP for the german Keyboards magazine, and production and sound design for radio-plays. Nies also holds workshops and tutorials about circuit-bending and synth-design in MAX/MSP. His musical activities are centered around an improvisational aproach, though he also cooperates in composition-based projects like the activities of the multimedia project REALTIME-RESEARCH and QUANTUM QUASI dance-projects. Joker Nies performs internationally with artists like John Butcher, Ernst Reijsinger, Thomas Lehn, Alan Silva, Dave Tucker, Seth Josel and many others, in various constellations.

Joker triggering his gently tortured little electronic animals

Mehr zu Joker Nies und sein kölner Tonstudio auf seiner eigenen Homepage: KLANGBUREAU